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Arzneimittellehre (Einleitung) Was sind Arzneimittel? Arzneimittel im Sinne des
Arzneimittelgesetzes sind Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen, die dazu bestimmt sind, durch Anwendung am und im menschlichen oder tierischen Körpern Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhafte Beschwerden zu heilen, zu
lindern, zu verhüten (vorbeugen) oder zu erkennen. Was sind Heilmittel? Heilmittel sind Dienstleistungen, die von dazu ausgebildeten und zugelassenen Personen erbracht werden. (z.B. Massagen, Kuren).
Was sind Fertigarzneimittel? Fertigarzneimittel
sind Arzneimittel die im voraus hergestellt und in einer zur Abgabe an dem Verbraucher bestimmten Packung in den Verkehr gebracht werden. Kennzeichnung von Arzneimitteln
- Name oder Firma des Herstellers (unter Umständen Apotheke)
- Inhalt nach Gewicht
- Art der Anwendung, Gebrauchsanweisung
- wirksame Bestandteile nach Art und Menge
- Herstellungsdatum
- ein Hinweis auf die Haltbarkeit
- Bezeichnung des Arzneimittels
- Zulassungsnummer
- Chagenummer (ganz wichtig für uns: niemals entfernen)
- Darreichungsform
- Verfallsdatum mit dem Hinweis: Verwendbar bis ...
- Anwendungsgebiete: in deutscher Sprache; muss für jeden verständlich sein
- Gegenanzeigen
- Nebenwirkungen
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneien bzw. Mitteln (z. B. Alkohol)
- Kennzeichnung: Verschreibungspflichtig bzw. Apothekenpflichtig
Arzneiformen Der
Arzneistoff soll möglichst schnell an dem Wirkungsort gelangen. Dabei ist es wichtig, die Arzneiform genau zu wählen (welches Krankheitsbild liegt vor). Häufig ist ein Wechsel des Arzneimittels empfehlenswert um die Wirksamkeit des
Medikamentes zu gewährleisten, da bei Daueranwendung eines Medikamentes die Wirkung nachlassen kann bzw. eine Abhängigkeit (z. B. Tramal) nicht auszuschließen ist. 1. Tabletten Tabletten sind durch pressen einer Mischung von Arzneistoffen mit Hilfsstoffen hergestellt worden.
Bestandteile: Wirkstoff(e); Füllstoff (z. B. Stärke, Lactose); Gleitstoff (werden verwendet, damit die Tabletten besser von der
Maschine abgehen); Bindemittel (z. B. Gelantinelösung); Sprengmittel (zur Liberation = Freisetzung des Wirkstoffes) Tabletten
nimmt man zur äußeren (z. B. Desinfektionsmittel, Tabletten zum Gurgeln) und inneren (z. B. Lutschtabletten, Lösungstabletten, Brausetabletten, Retardtabletten, Filmtabletten) 2. Dragee Dragees haben einen Kern und eine Hülle. Die
Hülle ist mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Die Aufgabe eines Dragees besteht darin, den Wirkstoff des Medikamentes durch den Magen in den Darmtrakt zu befördern, da erst hier die volle Wirksamkeit des Medikamentes gewährleistet
ist. 3. Pulver a): abgeteiltes Pulver: abgeteilte Pulver sind in Wachspapier eingepackt (Feuchtigkeitsabweisend) b): nicht abgeteilte: nicht abgeteilte Pulver sind in einer größeren Dosierung (z. B. Bifiteral in Pulverform) 4. Kapseln Die Hülle einer Kapsel besteht aus gehärteter
Gelantine. Der unangenehme Geschmack wird durch die Hülle der Kapsel weggenommen. Mit der Kapsel wird eine gute Einnehmbarkeit, eine gute Dosierbarkeit und ein optimaler Zerfall im Magen- und Darmsaft gewährleistet.
5. Zäpfchen Zäpfchen
dienen zur rektalen bzw. in einzelnen Fällen, vaginalen Applikation von Medikamenten. Die Aufnahme des Arzneistoffes aus dem Rektum erfolgt langsamer und mengenmäßig geringer als im Magen oder Dünndarm. Der Vorteil liegt darin,
dass die Magenschleimhaut nicht angegriffen wird. 6. Lösungen Lösungen sind flüssige, klare Zubereitungen, die mindestens aus zwei Stoffen bestehen (Wirkstoff + Lösungsmittel) 7. Tropfen Tropfen sind wässrige, alkoholische oder ölige, mit stark wirksamen Arzneistoff, die nicht löffelweise eingenommen werden.
8. Mixturen Sind wässrige, auch gesüßte, aromatische Lösungen.
9. Injektionen Ein flüssiges Medikament mit relativ kleinem Volumen wird mittels Injektionsspritze s. c., i. m., i. v. verabreicht. 10. Infusionen Ein flüssiges Medikament mit relativ hohem Volumen wird mittels Infusionsbesteck verabreicht (meist venöser Zugang).
11. Augentropfen Augentropfen sind sterile wässrige oder ölige Lösungen die zur tropfenweisen Anwendung am Auge bestimmt sind. 12. Augensalben 13. Salben Salben sind halbfeste Arzneiformen, in denen Arzneistoffe gelöst, suspendiert (Arzneimittel liegt in feinster Form vor ist aber nicht gelöst) oder
emulgiert (liegt vor, wenn zwei verschiedene Bestandteile in gleichmäßiger Verteilung vorliegen. 14. Aerosole
Dient für eine feine Verteilung von festen oder flüssigen Teilchen in einem Gas. Die Vorteile sind eine schnelle Handhabung des
Medikamentes (kann man bei sich tragen) und eine häufig schnelle Linderung (z. B. Asthmaanfall) Alle genannten
Medikamente sind Urheberrechtlich geschützt. Die benannten und beschriebenen Medikamente dienen nicht als Werbung für das jeweilige Produkt. |