Hygiene in der Altenpflege

    1. Desinfektion

    Abtötung beziehungsweise Schädigung bestimmter unerwünschter Mikroorganismen mit dem Ziel, Infektionen zu verhindern

    Laufende Desinfektion:

    Gesamtheit aller Desinfektionsmaßnahmen

    Desinfizierende Abschlussreinigung:

    Gesamtheit aller Desinfektionsmaßnahmen bei Entlassung, Verlegung oder Tod eines Heimbewohners ohne meldepflichtige übertragbare Krankheit

    Schlussdesinfektion:

    Gesamtheit aller Desinfektionsmaßnahmen bei Entlassung, Verlegung oder Tod eines Heimbewohners mit meldepflichtiger übertragbarer Krankheit (Krankenzimmer, Flächen, Mobiliar, Gebrauchsgegenstände usw.), in Ausnahmefällen zusätzlich Raumdesinfektion nach Bundesseuchengesetz (BSeuchG) oder Sprühdesinfektion.

    1.1 Händehygiene

    1.1.1 Hygienische Händedesinfektion

    Die hygienische Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Verhütung von Infektionen. Sie dient sowohl dem Schutz des Heimbewohners als auch dem eigenen Schutz.

    Definition:

    Gezielte Reduktion der transienten Hautflora

    Ziel:

    Es soll verhindert werden, dass bei der Behandlung und Pflege von Patienten Infektionserreger durch die Hände übertragen werden.

    Indikation:

    a) vor und nach Verbandwechsel
    b) vor und nach Kontakt mit Eintrittsstellen von Kathetern, Drainagen u.ä.
    c) nach Kontakt mit Blut, Sekreten oder Exkreten
    d) vor invasiven Eingriffen (z. B. Legen eines Blasenkatheters)
    Diese Forderung gilt auch dann, wenn bei den Eingriffen sterile Handschuhe getragen werden müssen!
    e) vor Kontakt mit Heimbewohnern, die im besonderen Maße vor Infektionen geschützt werden müssen
    f) nach Kontakt mit Heimbewohnern, von denen Infektionen ausgehen können
    g) nach Kontakt mit kontaminierten Flächen oder Gegenständen (z. B. Beatmungszubehör, Steckbecken, Arbeitsflächen)

    Vorgehen:

    Alkoholische Händedesinfektion (ca. 3 ml = 2-3 Hübe aus Wandspendern) in die trockene Hohlhand geben, auf beide Hände verteilen einschließlich Fingerzwischenräume und Unterarme, mindestens 30s Einwirkzeit einhalten

    a) Desinfektionsmittel nicht auf nasse Hände geben!
    b) eine sichtbare Verschmutzung der Hände ist vor der Desinfektion zunächst mit Desinfektionsmittelgetränktem Zellstoff o.ä. zu entfernen!
    c) die Mindesteinwirkzeit von 30 s reicht für die Inaktivierung einiger resistenter Erreger nicht aus. So ist die hygienische Händedesinfektion bei Kontamination mit Mykrobakterien zweimal nacheinander durchzuführen, d. h. die Hände sind für insgesamt 60 s mit Desinfektionsmittel feucht zu halten.
    d) Bei Kontamination mit Hepatitis B- Viren sind Händedesinfektionsmittel einzusetzen, deren Wirksamkeit gegen Hepatitis B- Viren durch entsprechende Gutachten belegt ist. Da in diesen Fällen die Einwirkzeit und Art der Anwendung von den hier gegebenen Empfehlungen abweichen kann, müssen unbedingt die Anwendungshinweise der Desinfektionsmittelhersteller berücksichtigt werden!
    e) Schmuck- und Eheringe beeinträchtigen die Wirkung der Händedesinfektion und können überdies zu Hautschäden führen!
    f) Armbanduhren und Armreife können bei der Pflege und Behandlung von Patienten zu Verletzungen führen; in Arbeitsbereichen mit erhöhter Infektionsgefährdung dürfen gemäß Unfallverhütungsvorschrift (UVV, SS 22) an Händen und Unterarmen keine Schmuckstücke, Uhren und Eheringe getragen werden!

    1.1.2 Schutzhandschuhe

    Indikation:

    a) bei möglichem direkten Kontakt mit infiziertem Material oder mit infektiösen Exkreten, Sekreten, Blut usw.
    b) beim Verbandwechsel

    Vorgehen:

    Einmalhandschuhe verwenden

    Die Handschuhe sind ein zusätzlicher Schutz und müssen sofort nach Beendigung der entsprechenden Tätigkeit entsorgt werden.

    1.1.3 Händewaschen

    Indikation:

    a) vor Arbeitsbeginn und nach Arbeitsende
    b) nach längeren Pausen
    c) bei sichtbarer Verschmutzung ohne gleichzeitige Infektionsgefahr

    Bei sichtbarer Verschmutzung mit gleichzeitiger Infektionsgefahr erst hygienische Händedesinfektion, dann Händewaschen, ggf. nochmalige Desinfektion

    Vorgehen:

  • befeuchten mit Wasser
  • einreiben mit Flüssigseife
  • abspülen
  • abtrocknen mit Einmalhandtuch
  • 1.1.4 Händepflege

    Indikation:

    regelmäßig und nach Bedarf ( z. B. vor größeren Pausen und nach Arbeitsende)

    Vorgehen:

  • Hautpflege aus Tube oder Spender entnehmen und einreiben
  • Kleinste Risse der Haut sind Reservoire für Krankheitserreger und somit Infektionsquellen! Hautpflege ist unerlässlich und beugt Hautschäden vor! Die Entnahme von Hautpflegemitteln aus Dosen, Salbentöpfen etc. ist wegen hoher Kontaminationsgefahr sehr bedenklich!
  • 1.2 Hautdesinfektion/- antiseptik

    Definition:

    Elimination bzw. weitgehende Reduzierung der Kontakt- (transienten) und Standort- (residenten) Hautflora

    Ziel:

    Es soll verhindert werden, dass beim operativen Durchdringen der Haut (z.B. Einschnitt, Einstich) infektionsfähige Erreger von der Haut in tiefere Gewebeabschnitte verlagert werden und dort Infektionen verursachen.

    1.2.1 Allgemeine Hautdesinfektion/- antiseptik

    Indikation:

    a) subkutane, intrakutane, intramuskuläre, intraarterielle und intravenöse Injektionen

    b) arterielle, venöse und kapilläre Blutentnahme

    Vorgehen:

  • mit Hautdesinfektionsmittel satt einsprühen und bis zur Trocknung einwirken lassen
    (ca. 30 s) oder
  • mit einem mit Hautdesinfektionsmittelgetränkten, sterilisierten Tupfer abreiben und ca. 30 s einwirken lassen
  • 1.3 Schleimhautdesinfektion/- antiseptik

    Definition:

    Elimination bzw. weitgehende Reduktion der physiologischen mikrobiellen Schleimhautflora einschließlich der Besiedlung mit Infektionserregern

    Ziel:

    Es soll verhindert werden, dass beim operativen Durchdringen der Schleimhaut (z. B. Einschnitt, Einstich) infektionsfähige Erreger von der Schleimhaut in tiefere Gewebeabschnitte verlagert werden und dort Infektionen verursachen.

    1.3.1 Allgemeine Schleimhautdesinfektion/- antiseptik

    Indikation:

    a) im Nasen- Rachen- Raum zur Mundhygiene
    b) im Urogenitalbereich vor dem Legen eines Blasenkatheters

    Vorgehen:

    zur allgemeinen Mundhygiene Mund- Rachenspülungen mit 0,1% Chlorhexidindigluconat für 30 s, vor Umintubationen Spülung mit verdünnter PVP- Jodlösung (freies Jod 1%) des Nasenraumes

    1.4 Flächendesinfektion und -reinigung

    Es ist zu unterscheiden zwischen:

    1.4.1 allgemeiner desinfizierender Reinigung

    1.4.2 gezielter Flächendesinfektion

    1.4.3 Reinigung ohne Desinfektionsmittel

    Gezielte Flächendesinfektion und allgemeine desinfizierende Reinigung werden im Rahmen der laufenden Desinfektion angewendet und beinhalten alle Desinfektionsmaßnahmen an Flächen während des Heimaufenthaltes eines Heimbewohners. Die desinfizierende Abschlussreinigung wird als allgemeine desinfizierende Reinigung durchgeführt. Bei Flächendesinfektion muss grundsätzlich das Desinfektionsmittel auf die Fläche aufgebracht und mechanisch verteilt werden (sog. Scheuer- und/ oder Wischdesinfektion). Dabei werden auch Verschmutzungen der Flächen, in denen Infektionserreger enthalten sein können, aufgebrochen und so die Einwirkung des Desinfektionsmittels erleichtert. Nur in Ausnahmefällen (schlecht zugängliche Flächen) ist ein alleiniges Aufsprühen des Desinfektionsmittels erlaubt.

    1.4.1 Allgemeine desinfizierende Reinigung

    Definition:

    Regelmäßige Behandlung von Flächen mit Flächendesinfektionsmitteln im Rahmen der allgemeinen Hospitalismusprophylaxe. Sie wird sowohl als laufende Desinfektion als auch bei der desinfizierenden Abschlussreinigung durchgeführt.

    Ziel:

    Durch die desinfizierende Reinigung soll verhindert werden, dass bei routinemäßigen Reinigungsarbeiten Infektionserreger im Pflegeheim verbreitet werden.

    Vorgehen:

    In Abhängigkeit von der zu desinfizierenden Fläche (Material, Größe, Oberflächenbeschaffenheit etc.) sind verschiedene Arbeitstechniken anzuwenden (z. B. Eimer mit Putzlappen, Mop, Maschine etc.) Unabhängig von der Arbeitstechnik sind die folgenden Punkte unbedingt einzuhalten:

  • Schutzhandschuhe (unsterile Einmalhandschuhe oder Arbeitsgummihandschuhe) anziehen
  • Fläche mit Desinfektionsmittel vollständig benetzen, überschüssiges Desinfektionsmittel aufnehmen
  • Restfeuchte auf der Fläche belassen
  • auf keinen Fall trocken nachreiben
  • Desinfektionsmittel- Lösungen verlieren an Wirksamkeit, wenn sie verschmutzen. Um dies zu vermeiden, müssen diese Lösungen je nach Verschmutzungsgrad, mindestens jedoch einmal täglich erneuert werden. Außerdem darf Desinfektionsmittel nur mit gereinigten oder frischen sauberen Lappen, Tüchern, Mops o. ä. aus Behältern (z. B. Eimer) entnommen und verteilt werden. Lappen etc. sind je nach Verschmutzungsgrad, mindestens jedoch einmal täglich zu erneuern. Eine Mischung von Desinfektionsmitteln mit Reinigern ist grundsätzlich nicht zulässig. Hierbei können giftige Dämpfe entstehen und gleichzeitig kann die desinfizierende Wirkung beeinträchtigt werden. Ausgenommen sind die DGHM- gelisteten Kombinationspräparate. Liegen keine größeren, d.h. sichtbaren Kontaminationen vor, kann unabhängig von der Art der Erreger (d. h. auch bei meldepflichtigen Infektionskrankheiten) für die Desinfektion von Flächen auf Konzentrationen zurückgegriffen werden, die gemäß DGHM- Liste anzuwenden sind.

    1.4.2 Gezielte Flächendesinfektion

    Definition:

    Behandlung von Flächen mit Desinfektionsmitteln

    a) bei sichtbarer Kontamination (z. B. Verschmutzung mit Blut, Sekreten, Fäkalien)
    b) nach Tätigkeiten, die auch ohne sichtbare Verschmutzung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Kontaminationen führen (z.B. Arbeitsflächen nach kleineren Eingriffen)

    Ziel:

    Es soll verhindert werden, dass Infektionserreger von kontaminierten Flächen auf Bewohner, Personal, Besucher oder Gegenstände übertragen werden.

    Vorgehen:

  • Schutzhandschuhe (unsterile Einmalhandschuhe) anziehen
  • sichtbare Verschmutzungen mit Zellstoff aufnehmen
  • sofort entsorgen (incl. Schutzhandschuhe)
  • erneut frische Schutzhandschuhe anlegen
  • Fläche mit Desinfektionsmittel vollständig benetzen. Nicht sprühen!
  • abwischen mit Einmaltuch o. ä., dabei überschüssiges Desinfektionsmittel aufnehmen
  • Restfeuchte auf der Fläche belassen
  • auf keinen Fall trocken nachreiben!
  • Bei der gezielten Flächendesinfektion ist wegen der angestrebten schnellen Wirkung ein Flächendesinfektionsmittel auf Alkohol- Basis einzusetzen. Zur Vermeidung von Brand- und Explosionsgefahren ist die Anwendung auf kleine Flächen zu beschränken (laut Sicherheitsregeln der Berufsgenossenschaften). Bei Verwendung von Mitteln auf Basis anderer Wirkstoffe (Aldehyde, Biguanide) ist die Einhaltung der Einwirkzeit ohne zwischenzeitliche Nutzung sicherzustellen.

    1.5 Raumdesinfektion

    Definition:

    Die Raumdesinfektion ist die umfassende Desinfektion aller in einem umschlossenen Raum befindlichen Oberflächen und gegebenenfalls der Raumluft und entspricht damit den Voraussetzungen der Flächendesinfektion.

    Ziel:

    Durch die Raumdesinfektion soll erreicht werden, dass bei Vorliegen bestimmter Infektionskrankheiten die Übertragung von Infektionserregern verhindert wird. Nach SS10a des Bundesseuchengesetzes (BSeuchG) kann der Amtsarzt eine Entseuchung anordnen. Dabei sind nach SS10c BSeuchG nur Verfahren zugelassen, die vom Bundesgesundheitsamt (BGA) geprüft und in eine Liste aufgenommen sind. In dieser BGA- Liste ist für die Raumdesinfektion das alleinige Verdampfen oder Vernebeln von Formaldehyd vorgesehen. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass dieses Verfahren ohne zusätzliche Scheuerdesinfektion Krankheitserreger nicht sicher abtötet bzw. inaktiviert. Deshalb sollte das alleinige Verdampfen und Vernebeln von Formaldehyd heute im Krankenhaus nicht mehr angewendet werden. Eine Indikation für den Einsatz der Raumdesinfektion stellen in keinem Fall meldepflichtige Infektionskrankheiten dar, die über Schmier- und Kontaktinfektionen übertragen werden, wie z. B. Hepatitis A, Hepatitis B, Enteritis infectiosa, oder sonstige Infektionskrankheiten wie AIDS, Keratokonjunktivitis epidemica o.ä. Im Einzelfall kann eine Raumdesinfektion notwendig sein. Die in einem Raum befindlichen Oberflächen können im Rahmen einer Raumdesinfektion auch durch die Sprühdesinfektion behandelt werden. Das Versprühen eines Desinfektionsmittels über ein in der Raummitte aufgestelltes Sprühgerät (z. B. Mikrojet) ist wegen erwiesener Unwirksamkeit abzulehnen.

    1.6 Wäschedesinfektion

    Die Erreger vieler Infektionskrankheiten können von Heimbewohnern auch auf die Hauswäsche übertragen werden. Bewohnerwäsche ist daher grundsätzlich als kontaminiert einzustufen und einem chemothermischen Waschverfahren zu unterziehen. Hygienische Probleme entstehen überwiegend beim Einsammeln und Transportieren gebrauchter Wäsche. Sie ist daher unmittelbar und ohne Zwischenlagerung in Wäschesammler zu entsorgen. Hierbei handelt es sich um Stoffwickelsäcke, die in fahrbare Gestelle eingehängt sind. Wäschesäcke sind in geschlossenen Behältern zu transportieren.

    a) beim Abwerfen der Wäsche in den Wäschesammler muss darauf geachtet werden, dass die Wäsche keine Fremdkörper (Kugelschreiber, Instrumente, Papiertaschentücher, Armbanduhren etc.) enthält
    b) ein nachträgliches Sortieren der Wäsche ist wegen der damit verbundenen Infektions- und Verletzungsgefahr nicht erlaubt !

    1.7 Desinfektion von Ausscheidungen

    Harn, Stuhl, Sputum, Erbrochenes, Spülflüssigkeit, Wundsekret usw. können Infektionserreger in großen Mengen enthalten.

    Deshalb ist darauf zu achten, dass:

  • die Entsorgung von Ausscheidungen sofort und ohne Kontamination der Umgebung erfolgt
  • Behälter (Steckbecken, Auffanggefäße, Urinflaschen, Nierenschalen o. ä.) nach Entleerung sofort zu desinfizieren sind, bzw. Einmalartikel unverzüglich in den Abfall zu entsorgen sind
  • Ausscheidungen müssen vor Einleitung in die Kanalisation in der Regel nicht desinfiziert werden.
  • Ausnahmen bestehen:

    a) bei Krankheiten, deren Infektionserreger üblicherweise nicht im Abwasser vorkommen, z. B. Cholera (bereits bei Verdacht), virusbedingtes hämorrhagisches Fieber (bereits bei Verdacht)
    b) bei Massenerkrankungen (Seuchenfall) durch Krankheitserreger, die üblicherweise im kommunalen Abwasser vorkommen können, wie z. B. Salmonellenenteritis, Hepatitis A, Shigellenruhr.

    1.7.1 Stuhldesinfektion

  • die Stuhlmenge muss mit der doppelten Menge der Gebrauchslösung (z. B. eines phenolischen Mittels zur Stuhldesinfektion) versetzt werden, bei Viruserkrankungen ggf. Kalkmilch verwenden (20% = 1 Teil gelöschter Kalk (Calciumhydroxid) + 3 Teile Wasser)
  • der Stuhl muss nach Zugabe des Desinfektionsmittels umgerührt werden, um eine möglichst gründliche Durchmischung mit dem Desinfektionsmittel zu erreichen
  • die Einwirkzeit beträgt 6 Stunden
  • danach übliche Entsorgung über die Fäkalienspüle und Desinfektion des entleerten Gefäßes
  • 1.7.2 Harndesinfektion

  • die Harnmenge muss mit einer gleichen Menge der Gebrauchslösung (z. B. eines phenolischen Mittels zur Stuhldesinfektion) versetzt werden
  • die Einwirkzeit beträgt 2 Stunden
  • danach übliche Entsorgung über die Fäkalienspüle und Desinfektion des entleerten Gefäßes
  • 1.7.3 Sputumdesinfektion

  • die Sputummenge muss mit der doppelten Menge der Gebrauchslösung (z. B. eines phenolischen Mittels zur Stuhldesinfektion) versetzt werden, bei Viruserkrankungen ggf. Chloramin T DAB 9 (5%) verwenden das Sputum ist mit der Desinfektionslösung gut zu durchmischen die Einwirkzeit beträgt 4 Stunden danach übliche Entsorgung über Fäkalienspüle
  • 1.7.4 Steckbeckendesinfektion

  • Entleeren, Reinigung und thermische Desinfektion im Steckbecken- Spülautomaten (93deg.C/ 10 min) oder mit einem anderen geprüften und wirksamen Verfahren
  • Sofern Desinfektion wie oben nicht durchführbar: -> Nach vollständiger Entleerung und Spülung im Spülautomaten Entnahme des Steckbeckens und Abwischen mit Desinfektionsmittelgetränktem Tuch o. ä. (alkoholisches Flächendesinfektionsmittel, konzentriert, 15 min Einwirkzeit bzw. wässriges Flächendesinfektionsmittel, 30 min oder 1 h Einwirkzeit)
  • Falls Spülautomat nicht vorhanden oder defekt: -> nach Entleeren des Steckbeckens in die Toilette gründliche Entfernung grober Verunreinigungen mit Zellstoff o. ä. und anschließende Wischdesinfektion mit alkoholischem Flächendesinfektionsmittel (konzentriert, Einwirkzeit 15 min)
  • Die einwandfreie Funktion von Spülautomaten für die Dekontamination von Steckbecken ist regelmäßig zu kontrollieren.

    1.8 Bettenaufbereitung

    1.8.1 Anforderungen

    Die Bettenaufbereitung ist eine wichtige Maßnahme zur Bekämpfung von Infektionen. Ziel dabei ist es, dass jeder Heimbewohner ein sauberes und desinfiziertes, mit frischer Wäsche bezogenes Bett erhalten soll.

    1.8.2 Dezentrale Aufbereitung

    Die einzelnen Teile der Betten (Bettgestell, Matratzen, Bettdecken, Kissen, Bettwäsche) sind aufgrund der Materialbeschaffenheit in der Regel nach unterschiedlichen Verfahren zu desinfizieren und zu reinigen.

    a) Matratzen

    Vom Standpunkt der Hygiene aus ist es vorteilhaft, die Matratzen mit geeigneten Dauerbezügen aus flüssigkeitsdichtem, wasserdampfdurchlässigen Plastik (z. B. Avilastic) zu beziehen und mit wässriger Desinfektionsmittellösung abzuwischen (keine Alkohole verwenden!). Stehen derartige Bezüge nicht zur Verfügung oder handelt es sich um Infektionserkrankungen nach SS 10 BSeuchG, so müssen die Matratzen mit Hilfe von Dampfdesinfektionsverfahren zentral aufbereitet werden.

    b) Bettgestelle

    Bettgestelle werden je nach Beschaffenheit und technischen Möglichkeiten durch Abreiben mit Desinfektionsmittel desinfiziert.

    c) Bettwäsche

    Die Bettwäsche wird im Zimmer des Heimbewohners abgezogen und in die Wäscherei gegeben.

    Betten von Heimbewohnern mit übertragbaren Krankheiten sind - sofern die Teile nicht an Ort und Stelle gemäß BGA- Richtlinie desinfiziert werden - vollständig abgedeckt zur Desinfektionsanlage zu transportieren. Eine Prüfung des Bettes auf technische Mängel soll nach der Desinfektion vorgenommen werden; bei notwendigen, mit Verschmutzung einhergehenden Arbeiten ist eine anschließende desinfizierende Reinigung durchzuführen. Das aufbereitete und mit frischer Wäsche bezogene Bett ist zur Vermeidung von Keimablagerungen bis zur Verwendung mit einer Schutzhülle zu versehen und an einem geeigneten, staubarmen Ort zu lagern.

 

2.Empfehlungen zur Prävention und Kontrolle Katheter- assoziierter Harnwegsinfektionen

Mitteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch- Institut

Bundesgesundheitsbl. 42 (1999): 806-809

    (Anmerkung von J. Erbstößer: Die nachfolgende Empfehlung gilt in erster Linie für die stationäre Pflege in einem Krankenhaus. Da aber viele Heimbewohner nach einem Klinikaufenthalt mit einem Katheter in das Pflegeheim bzw. in die Häuslichkeit entlassen werden möchte ich Ihnen diese Empfehlung auf gar keinem Fall vorenthalten.)

    Einleitung

    Harnwegsinfektionen zählen mit einem Anteil von 30 bis 40 % zu den häufigsten nosokomialen Infektionen und sind in bis zu 90 % mit einem Katheter [1-7], weitere 10 % mit einem urologisch- endoskopischen Eingriff ursächlich assoziiert [1, 7, 8,]. Jede transurethrale Instrumentation kann eine intrakanalikuläre und durch Urothelverletzungen eine hämatogene oder lymphogene Invasion von Mikroorganismen ermöglichen. In Deutschland erhalten 12,6 % aller Krankenhauspatienten im Verlauf ihres Krankenhausaufenthaltes einen Blasenverweilkatheter [9]. Die tägliche Inzidenz einer neu erworbenen Bakteriurie bei transurethral katheterisierten Patienten liegt zwischen 3 und 10 %, so dass nach 30 Tagen bei der Mehrheit der Patienten eine Bakteriurie nachzuweisen ist [7]. Somit ist der Dauerkatheter einer der bedeutendsten Risikofaktoren einer Urethritis mit der Möglichkeit des Entstehens einer Prostatitis, Epididymitis und Harnröhrenstriktur, sowie einer Cystitis, Pyelonephritis, Bakteriämie und Urosepsis. Letztere ist auch heute noch mit einer hohen Letalität vergesellschaftet [10]. Die Prävention nosokomialer Harnwegsinfektionen ist daher nicht nur von großer individueller, sondern auch sozio- ökonomischer Bedeutung.

    Die nachfolgenden Empfehlungen basieren auf den Guidelines der Centers for Disease Control, CDC, (1981) [11], der Richtlinie des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes, jetzt Robert Koch- Institutes (RKI), (1986) [12], den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie (1998) [13] und wurden unter Einbeziehung des Nationalen Referenzzentrums für Krankenhaushygiene erstellt [14]. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus den letzten Jahren wurden berücksichtigt. Die Kategorisierung erfolgte in Anlehnung an die Vorschläge der CDC und gemäß den Festlegungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention in die Kategorien I A, I B, II, III [15]. Die Kategorisierung beruht auf der jeweiligen wissenschaftlich begründeten Beweiskraft, theoretischer Begründung, Anwendbarkeit, Praktikabilität und entsprechenden ökonomisch- ökologischen Auswirkungen [16]. Diese Empfehlungen wurden im Auftrag der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch- Institutes in Berlin bearbeitet von: J. Martius, Leiter der Arbeitsgruppe (Agatharied), P. Brühl (Bonn), M. Dettenkofer (Freiburg), U. Hartenauer (Berlin), S. Niklas (Darmstadt), H.-J. Piechota (Münster).

    2.1. Personal

  • Katheterisierungen dürfen nur von Personen durchgeführt werden, die mit der korrekten Indikationsstellung, Technik und den Erfordernissen der Aseptik und Antiseptik sowie der Katheterhygiene vertraut sind (Kategorie I B) [17, 18].
  • Regelmäßige Schulungen – auch in der Erkennung Katheter- assoziierter Komplikationen – und praktisches Training sind erforderlich (Kategorie I B) [19].
  • 2.2. Blasenverweilkatheter

  • Blasenverweilkatheter dürfen nur nach strenger Indikationsstellung gelegt werden und sind frühestmöglich wieder zu entfernen (Kategorie I B) [11].
  • Für bestimmte Patienten kommen statt eines transurethralen Blasenverweilkatheters alternative Methoden zur Anwendung [13, 20, 21]. Suprapubische Blasenverweilkatheter sollten zur Umgehung der Harnröhre bei längerfristig Katheterisierten (> 5 Tage) und nach größeren operativen Eingriffen unter Beachtung der Kontraindikationen [22] bevorzugt werden (Kategorie I B) [23-27]. Hierbei handelt es sich um eine vom Arzt durchzuführende Maßnahme. Bei Kurzzeitdrainage (< 5 Tage) kann alternativ zwischen transurethralem Blasenverweilkatheter, suprapubischem Blasenverweilkatheter oder streng aseptischem, intermittierendem Einmalkatheterismus gewählt werden (Kategorie I B) [28]. Bei Anwendung eines transurethralen Blasenverweilkatheters können bei einer zu erwartenden Kurzzeitdrainage (< 5 Tage) Latexkatheter verwendet werden, sofern eine Latexallergie ausgeschlossen ist (Kategorie II) [29-32].
  • Bei einer längerfristigen Blasendrainage sollten Vollsilikonkatheter bevorzugt werden (Kategorie I B) [33, 34].
  • Die Anwendung antimikrobiell beschichteter Blasenverweilkatheter zur Infektionsprophylaxe wird kontrovers diskutiert. Sie kann daher derzeit nicht empfohlen werden (Kategorie III) [35-40].
  • 2.3. Händehygiene und Händedesinfektion

  • Vor und nach jeder Manipulation am Blasenverweilkatheter oder Drainagesystem ist eine hygienische Händedesinfektion erforderlich (Kategorie I B) [41, 42].
  • 2.4. Technik der Blasenkatheterisierung

  • Die Katheterisierung ist aseptisch möglichst mit Hilfe eines Katheterisierungssets durchzuführen (Kategorie I B) [33, 43, 44].
  • Es sind sterile Handschuhe, steriles Abdeckmaterial, sterile Tupfer, ggf. eine sterile Pinzette zur aseptischen Katheterinsertion, ein Schleimhautantiseptikum für die Dekontamination der Harnröhrenöffnung und ihrer Umgebung (Einwirkzeit beachten!) und steriles Gleitmittel zu verwenden (Kategorie I B) [11, 30, 33].
  • Um Urothelschäden zu minimieren, muss die Katheterstärke den Maßen des Meatus urethrae angepaßt werden (Kategorie I B) [18].
  • Die Ballonfüllung eines Blasenverweilkatheters erfolgt mit sterilem Aqua dest., vorzugsweise mit einer sterilen 8 – 10%igen Glycerin- Wasserlösung. Diese dichtet die Membranporen des Katheterballons von innen ab und beugt so einer spontanen Entblockung vor. Eine Ballonüberfüllung ist zu vermeiden (Kategorie I B) [22, 45, 46].
  • 2.5. Geschlossene Harnableitungssysteme

  • Es dürfen nur sterile, geschlossene Ableitungssysteme eingesetzt werden (Kategorie I A) [17, 18, 47].
  • Es sollten dabei Systeme zur Anwendung kommen, welche die hygienischen Anforderungen an die Probenentnahmestelle für bakteriologische Harnuntersuchungen, an die Rückflußsperre, das Luftausgleichsventil, den Ablasstutzen sowie an das Ablassventil erfüllen (Kategorie I B) [30, 48-50].
  • Der Katheter und der Drainageschlauch sollten nicht diskonnektiert werden (Kategorie I A) [17, 47, 51].
  • Ist eine Diskonnektion nicht zu vermeiden, wird die Konnektionsstelle vorher desinfiziert (Wischdesinfektion mit einem alkoholischen Präparat) (Kategorie I B) [11].
  • Bei Diskonnektion darf die erneute Verbindung von Katheter und Konus des Drainageschlauches nur unter aseptischen Kautelen nach Sprüh- und Wischdesinfektion mit einem alkoholischen Präparat erfolgen (Kategorie I B) [18].
  • Spülungen und Instillationen sind nur bei spezieller urologischer Indikation [30], aber nicht zur Infektionsprophylaxe durchzuführen (Kategorie I B) [51-53].
  • Zur Inkrustationsprophylaxe sollte auf eine Harnausscheidung von 1,5 bis 2 l/24 Stunden, ein spezifisches Gewicht < 1015 g/l und ggf. auf eine Harnansäuerung (pH –Optimum 5,8 –6,2) geachtet werden (Kategorie II) [13, 29, 54].
  • 2.6. Harnabfluß

  • Um den Harnabfluss zu sichern, muss ein Abknicken von Katheter und Ableitungssystem vermieden werden (Kategorie I B) [17, 18].
  • Es wird empfohlen, den Katheter ohne Zug am Unterbauch zur Leiste hin zu lagern (Kategorie I B) [13].
  • Der Auffangbeutel muss immer freihängend ohne Bodenkontakt unter Blasenniveau positioniert sein (Kategorie I B) [11, 55].
  • Er ist rechtzeitig zu leeren, bevor der Harn mit der Rückflußsperre in Kontakt kommt. Dabei sind Einmalhandschuhe (nicht sterilisiert) zu tragen (Kategorie I B) [45].
  • Auf Spritzschutz und die Verhinderung des Nachtropfens (Rückstecklasche) ist zu achten (Kategorie I B) [30].
  • Bei der Harnentsorgung darf der Ablasstutzen nicht mit dem Auffanggefäß in Kontakt kommen (Kategorie I B) [56, 11]. Letzteres wird nach Entleerung desinfizierend gereinigt. Bei intensivmedizinisch betreuten Patienten soll, auch wegen einer Bilanzierung der Harnausscheidung, für jeden Patienten ein geschlossenes Harnableitungssystem mit integriertem Messgerät verwendet werden (Kategorie I B) [48-50].
  • Das intermittierende Abklemmen eines transurethralen Blasenverweilkatheters vor dessen Entfernung zur Steigerung der Blasenkapazität bzw. der Wiederherstellung eines normalen Miktionsrythmus (sog. Blasentraining) initiiert Infektionskomplikationen und sollte deshalb unterbleiben (Kategorie I B) [57]. Die problemlose Kontrolle der Spontanmiktion und des Restharns sind Vorteile der suprapubischen Blasendrainage (Kategorie I B) [22].
  • 2.7. Pflege des Meatus urethrae und des Katheters

    Die Reinigung des Genitales erfolgt mit Wasser und Seifenlotion ohne Zusatz antiseptischer Substanzen im Rahmen der normalen Körperpflege ein bis zweimal täglich. Dabei ist jeder Zug am Katheter zu vermeiden (Kategorie I B) [45]. Es sind Einmalhandschuhe (nicht sterilisiert) zu tragen (Kategorie I B). Meatusnahe Katheterinkrustationen im Bereich der Urethraöffnung können mit H2O2 (3 %ig) getränkten Mullkompressen oder Gazetupfern schonend beseitigt werden (Kategorie II).

    Auf perineale Hygiene ist zu achten (Kategorie I B) [58, 59].

    2.8. Wechselintervalle

    Blasenverweilkatheter sollten nicht routinemäßig in festen Intervallen gewechselt werden, sondern bei Bedarf nach individuellen Gesichtspunkten (z. B. Inkrustation, Obstruktion, Verschmutzung) (Kategorie I B) [29, 60, 11].

    2.9. Gewinnung von Harnproben

  • Für die mikrobiologische Diagnostik wird der Harn, nach vorheriger Wischdesinfektion (alkoholisches Präparat), nur aus der dafür vorgesehenen patientennahen Entnahmestelle am Drainagesystem entnommen (Kategorie I B) [61, 47].
  • Harn für andere Untersuchung wird mit Einmalhandschuhen (nicht sterilisiert) aus dem Ablasstutzen entnommen (Kategorie I B).
  • 2.10. Bakteriologische Untersuchungen

  • Eine bakteriologische Harnuntersuchung dauerkatheterisierter Patienten erfolgt bei klinischer Symptomatik. Ein generelles mikrobiologisches Harnmonitoring dauerkatheterisierter Patienten auf Intensivstationen kann derzeit nicht empfohlen werden (Kategorie III) [1, 61-67].
  • Zur Beurteilung einer Bakteriurie sollen die CDC- Definitionen (auch in einer Deutschen Version vorhanden) zugrunde gelegt werden [68, 61, 69].
  • 2.11. Einsatz von Antibiotika

  • Eine Infektions- Prophylaxe mit Antibiotika sollte zum Legen eines Blasenverweilkatheters oder bei liegendem Katheter nicht erfolgen (Kategorie I B) [1, 70].
  • 2.12. Katheter-assoziierte Harnwegsinfektion

  • Bei Vorliegen einer Katheter- assoziierten Harnwegsinfektion entsprechend den CDC Definitionen sollte vor einer testgerechten Antibiose zunächst die Qualität der Harndrainage überprüft werden (Kategorie I B).

3. Grundbegriffe der Infektionslehre

    Infektion

    Ansteckung mit Krankheitserregern.

  • aerogene Infektion (über die Luft): am häufigsten sind dies Erkältungen, Infekte der oberen Luftwege (Tropfeninfektion)
  • perorale Infektion: über Hände, Lebensmittel, Trinkwasser
  • orale Infektion: Schmierinfektion über Hände, über Wunden, Haut, über Schleimhäute
  • per cutane Infektion: über die Haut bei Injektionen, Hautverletzungen aller Art, Insektenstiche
  • diaplazentale Infektion: Infektion der Plazenta z. B. Röteln, AIDS, Toxoplasmose

    Kontamination

    Mit Krankheitserregern in Berührung kommen (z. B. über die Hände)

    Keimträger

    Gesunde oder kranke Menschen die Krankheitserreger “beherbergen”.

    Inkubationszeit

    Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit

    Exposition

    Wahrscheinlichkeit mit Krankheitserregern in Kontakt zu kommen.

    Disposition

    Empfänglichkeitsgrad an einer Infektion (ältere Menschen haben eine hohe Disposition)

    Keimausscheider

    Gesunde oder kranke Menschen, die Krankheitserreger ausscheiden (z. B. bei Darmerkrankungen).

    Dauerausscheider

    Krankheitserreger werden über einen langen Zeitraum ausgeschieden.

    Epidemiologie

    Lehre von der Entwicklung und dem Vorkommen von Krankheiten, primär von Infektionskrankheiten, später auch Epidemien und nicht übertragbarer Krankheiten.

    Sporadisches Auftreten

  • selten vorkommend
  • zeitlich und räumlich nicht begrenzt
  • Endemie

  • Erkrankungshäufungen
  • örtliche und zeitliche Begrenzung
  • ohne Explosiven Charakter
  • Epidemie

  • Erkrankungshäufungen mit akutem Anstieg
  • räumliche und zeitliche Begrenzung
  • Explosivepidemie (rasende Ausbreitung)
  • Tardivepidemie (langsame Ausbreitung)
  • Pandemie

  • Häufung von Infektionskrankheiten mit ausgedehnten Zeiträumen und Länderübergreifend
  • z. B. AIDS
  • Inzidenz

    Häufigkeit gleicher Neuerkrankungen

    Prävalenz

    Bestand an Erkrankungen zu einem bestimmten Zeitpunkt.

    Kontagionsindex

    Zahl von 100 Erkrankten wobei alle erstmals Kontakt zum Erreger hatten.

    Morbidität

    Anzahl der Erkrankungen bezogen auf 10.000 oder 100.000 Einwohner im Jahr.

    Mordalität

    Sterbefälle auf 10.000 oder 100.000 Einwohner im Jahr.

    Ledalität

    Sterbefälle, bezogen auf 100 Erkrankte.